Finanzdienstleister: Anhebung der Softwarequalität
Ausgangslage | Die Kunden eines international agierenden Finanzdienstleisters klagen immer wieder über Fehler und mangelhafte Stabilität in der Endkundensoftware. Das Unternehmen bezieht einen Großteil seiner Einnahmen aus dem Einsatz dieser Software. In Bugfixes werden Fehler behoben, aber ebenfalls zu viele neue Fehler eingeführt. Vom Kunden gemeldete Fehler können nicht nachgestellt und damit auch nicht beseitigt werden. Die Stände der Softwaredokumentation stimmen nicht mit den Ständen der ausgelieferten Software überein.
Gemeinsames Vorgehen | Bei einer Analyse durch den beauftragten mm1-Berater stellt sich heraus, dass die Änderungsfrequenz von niedrig priorisierten Anforderungen zu hoch ist und diese oftmals auf Zuruf und zu kurzfristig vor einem Go-Live implementiert werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden führt der Berater ein Change Advisory Board ein, dass die Risiken einer Softwareänderung direkt ihrem Nutzen gegenüberstellt. Dies führt dazu, dass weniger Regressionstest durchgeführt werden müssen und Testphasen eingehalten werden können.
Gleichzeitig treibt der Berater den Aufbau aller erforderlichen Testumgebungen voran und definiert gemeinsam mit Mitarbeitern des Kunden klare Deployment-Prozesse und Termine für den „Code-Freeze“. Dieser verhindert, dass Testphasen gestaucht werden oder entfallen. Des Weiteren rät der Berater zum Aufsetzen eines Continuous Build Servers, der zu jeder Zeit für einen stabilen Stand der Software sorgen soll. Im Ergebnis steigt die Qualität der produzierten Endkundensoftware deutlich, die Anzahl der Hotline-Anfragen geht innerhalb von 9 Monaten um 40% zurück.